Diese 5 Dinge dürfen in keinem Survival Kit fehlen

Survival Kit

 

Was muss das perfekte Survival Kit beinhalten?

Wir können uns nicht für alles vorbereiten geschweige denn für jedes erdenkliche Szenario ein bestimmtes Survival Kit zusammenstellen. Was wir brauchen ist eine Allzwecklösung. Ein Kit, das wenig Aufwand in der Herstellung benötigt, aber sehr effektiv im Einsatz ist. Und es sollte idealerweise alles in einen Rucksack passen, den wir schnell mitnehmen können.

Dein Survival Kit hat eine einzige Funktion: dich so gut es geht auf jede Lebenslage vorzubereiten und dir im Ernstfall die Dinge an die Hand zu geben, die du benötigst. Dass das nicht in jeder Situation machbar ist, ist offensichtlich. Dennoch gibt es Gegenstände, die in sehr vielen Situationen universell anwendbar sind. Diese Gegenstände solltest du daher auf jeden Fall kennen.

Aus diesem Grund haben wir die 5 Must Haves für das perfekte Survival Kit herausgefunden und hier für dich zusammengefasst.

 

1. Unterkunft und Wärme

Das perfekte Survival Kit

Bevor du dir Gedanken um Essen, Wasser und Versorgung machen solltest, steht eine warme Unterkunft ganz oben auf der Liste. Es bringt nichts, Nahrung zu haben, aber im Regen zu sitzen oder von durchgefroren zu werden. Wärme und Obdach sind in vielen Fällen Priorität Nummer 1.

Du kannst natürlich kein ganze 4-Mann Zelt in deinem Survival Kit mitnehmen. Hier sind Dinge, die in diese Kategorie fallen:

  • Schnüre
  • Abdeckfolie
  • Wasserschützende Kleidung
  • Stoffe und feste Netze
  • Feuerzunder
  • Feursteine
  • Feuerstangen

Wie du siehst geht es vielmehr darum direkt die wichtigsten Utensilien beisammen zu haben, mit denen du einen geeigneten Unterschlupf bauen kannst und der sofort und gut hält. Andererseits ist Wissen über den Aufbau von Unterkünften mit Materialien aus der Natur in jedem Fall hilfreich.

Achte bei deinem Survival Kit auf jeden Fall auch auf wärmende Klamotten bzw. schnell verfügbare Wärme in Form von z.B. Taschenwärmern. Bevor das erste Feuer richtig steht, vergehen gerne ein paar Augenblicke und in einer kalten Jahreszeit steht Wärme ganz oben auf der Bedürfnisliste. Die Taschenwärmer nehmen nicht viel Platz weg und können nach dem Gebrauch auch entsorgt oder wiederverwendet werden.

Dein Survival Kit sollte zudem diverse Feueranzünder besitzen, die auch bei Regen funktionieren. Es ist elementar, dass das Feuer so schnell steht, wie möglich und daher solltest hier auf die richtige Versorgung achten.

 

2. Survival Kit: Wissen

Was muss in ein Survival Kit

Dieser Punkt ist vielleicht etwas unerwartet, aber extrem wichtig, wenn es um dein Survival Kit geht. Denn sind wir mal ehrlich: Wissen ist das einzige, was dir immer hilft und was man dir nicht nehmen kann.

Wir haben es schon öfter angesprochen: Wissen ist das einzige, was dich in einer Krisen-Situation wirklich retten kann. Deine Fähigkeiten und dein Wissen sind erst die Voraussetzung dafür, dass du all die tollen Survival Tools nutzen kannst.

Wenn du also lernen willst, worauf es in der Wildnis wirklich ankommt und welche Techniken und Strategien wirklich funktionieren, dann empfehle ich dir die Survival Bibel, das Survival Handbuch, welches dir auf über 200 Seiten alles beibringt, was es zum Überleben in der Wildnis braucht.

Hier sind Dinge, die du also irgendwo in deinem Survival Kit unterbringen solltest:

  • Notizen
  • Blaupausen
  • Bauanleitungen
  • Kräuterlisten
  • Landkarten
  • Orientierungshilfen
  • Jagdanleitungen

Natürlich ist es immer am besten, wenn du so viel Survival Know-How wie möglich in deinem Kopf hast, dann kannst  du es nicht verlieren. Trainiere diese Fähigkeiten. Nur so kannst du sie lange behalten und auch in Notsituationen sofort abrufen.

Aber gerade komplexe Bauanleitungen oder lange Kräutertabellen solltest du dir einmal aufschreiben und eine Kopie davon zu deinem Survival Kit legen. Sie machen keinen großen Unterschied, wenn es um das Gewicht geht, können dir aber helfen, deinen Kopf für wichtige Dinge frei zu halten.

In einer Notsituation können wir Dinge gerne mal vergessen. Du wirst dann schnell merken, dass ein Survival Lexikon, welches du dabei hast zu einem deiner größten Vermögensgegenstände in einer Krise wird.

 

3 Gesundheit und erste Hilfe

Survival Kit selber machen

Kommen wir zu den klassischen Komponenten eines guten Survival Kits. Gesundheit sollte deine Nummer eins Priorität neben einer warmen Unterkunft sein. Daher sollte dein Survival Kit die Basics in Sachen Gesundheit und erste Hilfe beinhalten.

Darüber hinaus ist es extrem hilfreich, sich etwas in Kräuterkunde und alternativer Medizin zu belesen. Auch wenn du ein gutes Survival Kit hast, kannst du mit ein paar wenigen Kniffen schon viel mit der Natur anfangen und Ressourcen aus deinem Survival Kit sparen.

Mögliche Inhalte sind:

  • Verbände
  • Desentfizierung
  • Vorrat an persönlichen Medikamenten
  • Antibiotika
  • Sonnencreme
  • Aspirin
  • Mittel zur Wundheilung
  • evtl. Supplements

Der letzte Punkt ist umstritten, da Supplements eher als Ergänzung dienen und nichts in einer Krise zu suchen haben. Aber gerade in der ersten Zeit wirst du aufgrund der mangelnden Nahrung einen extremen Nährstoffmangel haben. Daher ist es durchaus empfehlenswert, Omega 3 Fettsäuren und wichtige Vitamine, wie Vitamin B12 und D3 als Supplement für die erste Zeit dabei zu haben.

Bedenke auch hier, dass die Natur dir mehr gibt, als du denkst. Beachte hierzu Punkt 2. Es gibt in der Natur unzählige natürliche Heilmittel und sogar starke Schmerzmittel, wenn man weiß, wie man sie bekommt und richtig nutzt. Ein ausgeprägtes Survival Wissen, wird dir also bei der Suche nach Heilmitteln von großer Bedeutung sein.

 

 

4. Survival Kit: Essen und Trinken

Survival Kit Inhalt

Vielleicht wunderst du dich, dass Essen und Trinken erst jetzt auftreten. Die ersten drei Punkte haben aber ganz klar Priorität. Denn dir bringt Fleisch nichts, wenn du kein Feuer hast und das beste Wasser nützt nichts, wenn du noch mit Fleischwunden zu kämpfen hast.

Der Gedanke, dass Essen und Trinken das Wichtigste ist, worum du dich in einer Survival Situation kümmern solltest, ist ein Mythos und es wird allerhöchste Zeit, die Fakten zu sehen und sich hierbei für eine logische Reihenfolge zu entscheiden.

Gutes Survival Wissen wird dir bei der Suche nach gutem Wasser und gutem Essen extrem helfen. Du kannst Fallen bauen, Fische fangen und deinen eigenen Wasserfilter bauen. Anleitungen dafür findest du z.B. hier auf unserem Blog oder in der Survival Bibel.

Hier sind trotzdem noch ein paar Gegenstände, die die erste Zeit in Bezug auf Versorgung wesentlich erleichtern:

  • Konserven (so lange haltbar wie möglich)
  • Angel oder Fischernetze
  • Aluminiumfolie zum Gewinnen von Salz oder zum Braten
  • Nährstoffkonzentrate, die mit Wasser nur aufgerührt werden müssen, für die ersten Tage
  • Eine Wasserflasche, um bereits gewonnenes Wasser sinnvoll lagern zu können

Man könnte zu diesem Bereich noch Tausende Dinge hinzufügen. Fakt ist allerdings: Im Ernstfall muss es schnell gehen. Vielleicht schaffst du es gar nicht mehr, alles in ein Auto zu packen. Wir empfehlen daher, alles so zu wählen, dass es in einen großen Rucksack passt.

Und davon besitzt du am besten zwei. Einen zu Hause in direkter Nähre und den anderen im Auto oder noch besser in deinem Unterschlupf, wenn du bereits einen hast.

Wie bereits erwähnt, wirst du es nicht schaffen, dich für 6 Monate oder länge komplett und nachhaltig nur mit Vorräten zu versorgen. Schon gar nicht, wenn du deine Position mehrmals wechselst. Aus diesem Grund ist das Wissen über den Anbau von Pflanzen und die sonstigen Arten der Nahrungsgewinnung so essentiell.

So gehst du kein Risiko ein und bist auch nicht auf Zeit angewiesen, die du vielleicht gar nicht hast.

 

 

5. Signale und Navigation

Survival Kit kaufen

Eines unserer sekundären Ziele ist das Finden von Gleichgesinnten und Bilden von Kleingruppen. Um das zu erreichen, müssen wir natürlich einerseits auf uns aufmerksam machen, andererseits aber auch eine Ahnung haben, wie wir uns bewegen und wohin wir uns bewegen.

Denn es bringt nichts, wenn du bei deinen Reisen dich nur in großen Kreisen bewegst. Was du brauchst sind Signale und die nötige Koordination in freier Wildbahn. Auch hier kann dir gutes Wissen wieder weiterhelfen, wenn du weißt, wie man die Sonne richtig liest.

Es gibt ein paar Dinge, die du in Sachen Navigation und Orientierung drauf haben solltest. Dennoch solltest du den vorherigen Punkten in Sachen Priorität deine Aufmerksamkeit schenken. Diesen Punkt kannst du als Extra betrachten, der wichtig wird, wenn alles andere bereits stimmt.

Hier sind die Dinge, die in deinem Survival Kit vorhanden sein sollten:

  • Spiegel
  • Pfeife
  • LED Taschenlampe
  • Laserpointer
  • Tape, um Orte zu makieren
  • Stift für Markierungen
  • Kompass
  • Leuchtstäbe
  • Rauchfeuer
  • Land- und Schienenkarten

Noch ein Tipp bezüglich der Signale: versuche mit deinen Signale so viele Sinne des menschlichen Körper anzusprechen, wie nur möglich. Je mehr Sinne du ansprichst, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass du entdeckt wirst.

Ein kleiner Geheimtipp zum Schluss:

Wenn du ein bisschen bewandert in fortgeschrittener Kräuterkunde bist, kannst du spezielle Beeren und Sträucher verwenden, um den Rauch deines Feuers zu färben. So lassen sich effektiv Rauchzeichen machen.

Mache dir aber auch immer genau Gedanken, wo und wann du Zeichen setzt. Es gibt in einer Survival Situation meistens nicht nur Menschen, die dir helfen wollen. Achte also darauf, nicht die falschen Menschen an zu ziehen und halte dich im Zweifel etwas mit den Signalen zurück.

 

Weitere Materialien

Wenn du jetzt noch Platz in deinem Rucksack hast, ist das perfekt. Jetzt hast du die essentiellen Dinge in deinem Rucksack verstaut und kannst schauen, dass du noch weitere nützliche Survival-Gegenstände mitnehmen kannst.

Diese Dinge zählen dazu:

  • Jagdmesser
  • Fertige kleine Fallen
  • Dosenöffner
  • Pflanzensamen
  • Schale
  • Solar Ladestation
  • Handsäge
  • Gaskocher

Diese Gegenstände sind ebenfalls nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was man alles in der Wildnis gebrauchen kann. Wenn du Punkte 1-5 abgearbeitet hast, kannst du hierbei auch ein bisschen kreativ werden und dir selber überlegen, worauf du in einer Notsituation nicht verzichten könntest.

 

Das waren unsere Must Haves für dein Survival Kit. Fehlt dir was oder hast du vielleicht noch Ergänzungen? Kein Problem. Schreibe uns in die Kommentare deine Top 3 Gegenstände, die in keinem Survival Kit fehlen dürfen und teile dein Wissen mit der Krisen-Held Community!

6 Antworten auf „Diese 5 Dinge dürfen in keinem Survival Kit fehlen“

  1. Tolle, vorzügliche Seite, mit sehr vielen hilfreichen Hinweisen! Es reicht aber auch, was jeder erfahrene Bergfreund für mehrere Wochen mit sich führt, wenn er allein oder in der Gruppe einsame Gebirge durchstreift, denn dabei geht es auch ums Überleben. Es funktioniert also mit noch viel weniger Ausrüstung, als es allgemein ratsam ist und empfohlen wird.

    Von Russland wird nie eine Aggressiongefahr ausgehen, das musste ich noch vermerken, weil Npoleon am 22.12.1812. in Moskau den Beginn seines Endes fand und Hitlers Regime am 8. Mai 1945. Nach einem dritten Versuch wird es uns nicht mehr geben. Ich entstamme selbst einer Familie, die aus Schlesien flüchtete und deren Großeltern 1919 für Deutschland optierten. Festung Breslau, Aktion aufs Land, Flucht, Dresdner Inferno am 13. Febr. 1945, Tiefflieger am nächsten Tag, westlich der Zwickauer Mulde angekommen, danach Hunger- und Bettlertsatus bis 1949,. Ich weiß also, was meine Angehörigen überlebt hatten. Inzwischen sind sie fast alle verstorben.

    Also dann

    Berg heil!
    Glück auf!
    Macht´s gut!

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