Vermeide diese 11 Totsünden des Survivals

krisen vorbereitung checkliste

In der Krisen-Held Community stellen wir uns oft die Frage, ob wir für den „großen Knall“ vorbereitet sind. Damit ist nicht gemeint, dass wir genau kalkulieren können, welches Szenario eintrifft und genau wissen, was wir machen sollen.

Es ist viel mehr gemeint, ob wir wissen, was wir tun können und wie wir es tun können. Die große Frage, die wir uns alle stellen lautet: „Sind wir bereit?“

Es geht nicht darum, ungeheure Vorbereitungen zu treffen, Bunker zu bauen und tonnenweise Vorräte anzulegen. Viel eher sollten wir lernen, wie wir zurechtkommen. Und zwar ohne die moderne Gesellschaft mit allem, was dazu gehört. Wir müssen einfach anfange, zu lernen, uns selber zu versorgen. Darum geht es und genau das sollen die nächsten 11 Tipps dir beibringen.

 

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Prepper Fehler die jeder versuchen sollte zu vermeiden

Jeder hat in Sachen Vorbereitung seine ganz eigene Einstellung und das ist auch gut so. In einer Krise kann es von sehr großem Vorteil sein, wenn man Menschen findet, die andere Fähigkeiten haben und eigene Techniken entwickelt haben.

Dennoch gibt es Fehler, die jeden betreffen und die absolut jeder abschalten sollte, um seine Erfolgswahrscheinlichkeit zu maximieren. Du kannst diese Fehler auch die No-Go´s unter Preppern nennen. Alleine das Vermeiden dieser Fehler wird dir einen entscheidenen Vorteil gegenüber allen anderen geben.

Wir haben dir hier einmal die 11 größten Fehler aufgelistet, die du auf jeden Fall vermeiden solltest.

 

Fehler #1: Konzentration auf eine spezielle Krise

Krisen überleben

Wie bereits gesagt, kann keiner sagen, was uns bevorsteht. Und wenn du perfekt auf jedes Szenario vorbereitet sein willst, müsstest du Stunden um Stunden mit der Vorbereitung verbringen.

Viel wichtiger ist es, die Basics zu beherrschen, die du in jeder Situation anwenden kannst und die dir am Ende dein Überleben sichern.

Es ist auch gar nicht anders möglich. Du kannst nicht jetzt hoffen, dass die Umstände so kommen, wie du dich drauf vorbereitet hast. Viel wichtiger ist es, zu erkennen, wie man alleine weiter kommt und somit unabhängig von den Umständen leben zu können.

 

Fehler #2: Das Ignorieren deines restlichen Lebens

So überlebt man in der Natur

Wir bringen diesen Fehler so weit oben an, weil er für sehr viele bereits ein Problem dargestellt hat. Wenn Menschen sich mit dem Prepping auseinandersetzen, werden Wochen zu Jahren und ehe man sich versieht, verbringt man sein ganzes Leben nur mit der Vorbereitung.

Wir wissen nicht, wann das Worst-Case Szenario eintritt. Deshalb solltest du nicht dein gesamtes Leben darauf ausrichten. Konzentriere dich auf das, was wirklich zählt, wenn du auf dich alleine gestellt bist und lasse dein aktuelles Leben nicht außer Acht.

Versuche vielleicht beides zu verbinden und unternimm mit deiner Familie Survival Trips oder mache das Survival Thema zu einem deiner Hobbys. Wer mit der richtigen Vorbereitung an die Sache herangeht, braucht gar nicht viel Zeit, um sich perfekt vorzubereiten.

 

Fehler #3: Lagern geht vor lernen

Richtige Vorbereitung für eine Krise

Diesen Fehler begehen die Meisten in ihrer Vorbereitung. Es ist genau anders herum: Lernen geht vor Lagern.

Selbst wenn du das beste Lager und den perfekten Unterschlupf hast: es kann passieren, dass dein Unterkunft zerstört wird oder du von Heute auf Morgen dein Heim hinter dir lassen musst. Deine Vorräte sind nur für die ersten Wochen gedacht.

Es geht darum, von dem leben zu können, was wir zur Verfügung haben. Deshalb solltest du an deinen Fähigkeiten arbeiten, aus deiner Umwelt Ressourcen zu schöpfen und nicht die Zeit damit verbringen, das „perfekte Lager“ aufzubauen. Klar ist es wichtig. Es sollte aber niemals den Großteil deiner Zeit beanspruchen.

Es bringt dir auch nichts. Ein Survival Szenario ist nicht dafür vorgesehen, lange an einem Ort zu bleiben. Du musst lernen, richtig zu reisen und solltest daher alles, was du brauchst, immer bei dir haben.

 

Fehler #4: In der Komfortzone bleiben

Survival Wissen

Dieser Fehler ist bei sehr vielen Menschen ein Problem.

Weißt du, wann uns eine Katastrophe am schlimmsten trifft? Wenn wir denken, alles ist gut.

Du musst lernen – sowohl in einer Krise, als auch in der Vorbereitung – deine Komfortzone zu verlassen.

Nur hier findest du die Chancen und die Möglichkeiten, die es braucht, um im Ernstfall dein Überleben zu sichern. Das heißt natürlich nicht, dass du dein Leben nicht genießen sollst.

Versuche einfach hin und wieder aus deiner Komfortzone zu treten und Dinge zu tun, auf die du eigentlich keine Lust hast.

Denn das sind genau die Schritte, die von den meisten Menschen ignoriert werden. Und genau das sind die Menschen, die später in den Städten um die Vorräte kämpfen, während du zurückgezogen ein gutes Leben führst.

 

Fehler #5: Mangelndes Wissen

Ohne Vorräte überleben

Weißt du, worauf es in einer Krise wirklich ankommt?

Geld, Status, Sicherheit, Werkzeuge oder doch physische Stärke?

Keines davon! Ich bin ganz ehrlich: sogar diese Artikel werden dir in der Krise kaum weiterhelfen, da du vermutlich kein Internet haben wirst.

Aber sie helfen dir, das einzig Wahre aufzubauen, was du in einer Krise brauchst:

fundiertes und gutes Survival-Wissen!

Genau aus diesem Grund haben wir die Survival Bibel entwickelt, die dir auf 250 Seiten komprimiertes Praxiswissen rund um das Thema Survival und autarkes Überleben gibt.

Nichts zählt mehr. Keine Währung ist in einer Krise teurer. Deshalb musst du jetzt damit anfangen, dir so viel Wissen in jeglicher Form zu diesem Thema anzueignen, wie es nur geht. Mache dir Notizen, probiere Dinge aus, mache Dinge nach. Das ganze ist wie beim Sport: im Training kannst du nachbesser, ausprobieren und besser werden. Kommt es aber zum entscheidenen Spiel, bleibt dir dafür keine Zeit mehr.

 

Fehler #6: Fokus auf ein genaues Datum

Auf eine Krise vorbereiten

Kannst du dich noch an das Jahr 2012 erinnern, wo uns der Weltuntergang prophezeit wurde? Sogar ein Film erschien zu diesem Thema.

Was ist passiert? Sämtliche Menschen rund um den Globus haben sich ausführlich vorbereitet und es passierte rein gar nichts. So viele Vorbereitungen waren umsonst, weil sie für einen bestimmten Tag gemacht wurden.

Du musst eine generelle Vorbereitung treffen. Stürme, oder andere Naturkatastrophen treten absolut unregelmäßig auf und wir können sie – wenn überhaupt – nur sehr kurzfristig vorhersagen.

Eines der größten Probleme an der Vorbereitung auf einen Tag ist der Fakt, dass die Menschen nach dem Ablauf dieses Datums denken, jetzt wäre keine Gefahr mehr zu erwarten.

Richtiges Prepping ist vielmehr ein ständiges Bewusstsein und ein allgemeines Vorbereiten.

Es ist besser, wenn wir uns der Krise anpassen, als zu hoffen, dass die Krise zu unserer Vorbereitung passt.

Das ganze kannst du dir wie eine Ausbildung vorstellen. Es gibt keinen fixen Termin, keine Deadline. Lerne stetig und entwickle dich weiter, nur das wird dir helfen.

 

Fehler #7: eine schlechte Routenauswahl

Wie überlebe ich im Wald

Wie du durch das Verhalten der Rehe weißt, ist eine effiziente Fortbewegung einer der wesentlichen Fähigkeiten beim Überleben in der Wildnis.

Es geht darum, Energie zu sparen und jegliche Risiken zu minimieren. Da wo das Verhältnis dieser beiden Größen am geringsten ist, liegt für eine Reise die optimale Route.

Wenn du dich effizient Fortbewegen kannst und dabei weißt, was dich erwartet, hast du in der Wildnis auf jeden Fall extrem erhöhte Erfolgschancen.

Dazu brauchst du natürlich noch eine Hand voll ergänzender Fähigkeiten. Du solltest dich mit verschiedenen Ortschaften und ihren Gegebenheiten auskennen und Lebensräume von verschiedenen Tieren kennen. Auch die Observation des zu überwindenden Stück Land ist essentiell.

 

Fehler #8: Sich selber nicht an erste Stelle stellen

Überleben in der Wildnis

Dieser Fehler ist besonders schwer zu beheben, aber es ist wirklich ein Fehler, den du beseitigen musst, wenn du langfristig erfolgreich in der Wildnis sein willst.

Gerade wenn man in einer Gruppe mit seiner Familie oder anderen Menschen, die einem sehr nahe stehen gelandet ist, neigt man dazu, sich selber an das unterste Ende der Liste zu stellen. Das ist ehrenhaft und nach unserem Verständnis der Moral auf jeden Fall richtig.

Krisen bringen aber ihre eigenen Regeln mit sich. Denn auch, wenn das ganze kein „Survival of the fittest“ ist, musst du auf dich achten. Und zwar als eine der obersten Prioritäten.

Denn wenn du nicht funktionierst, kannst du auch nicht den anderen Helfen. Wenn du also immer auf Essen verzichtest und es z.B. lieber an andere abgibst, wirst du irgendwann nicht mehr in der Lage sein, Essen für diese Menschen zu besorgen.

Verstehe mich bitte nicht falsch: Krisen sind eine Zeit der Gemeinschaft und des Teilens. Eine selbstlose Aufopferung für die anderen ist aber gleichermaßen gefährlich und verantwortungslos.

Dies gilt vor allem dann, wenn du der einzige bist, der in dem Thema eingearbeitet ist. Somit würdest du deiner Umgebung und deinem Umfeld die Lebensgrundlage unter den Füßen wegreißen.

 

Fehler #9: „Finde so schnell wie möglich Essen!“

Ohne Nahrung überleben

Wie auch in allen anderen Bereichen, gibt es auch in der Prepper Gemeinschaft viele Konventionen und Glaubenssätze, die teilweise berechtigt und hilfreich teilweise aber auch komplett unnütz sind. Einer von der letzten Kategorie ist folgender:

„Bist du auf die alleine gestellt, finde so schnell wie möglich Nahrung!“

Ich möchte dich bitten, dir bei dem Überleben in der Wildnis die 3-er Regel immer im Gedächtnis zu behalten:

Du überlebst:

  • 3 Minuten ohne Luft
  • 3 Stunden ohne Unterkunft
  • 3 Tage ohne Wasser
  • 3 Wochen ohne Essen

Auch wenn diese Regel nicht zu 100% genau ist, hilft sie dir, die Hierarchie zu behalten. Wie du siehst, steht Essen an letzter Stelle. Den obigen Satz solltest du also so schnell wie möglich vergessen.

Dein Körper kann extrem lange auf Essen verzichten und die anderen Bedürfnisse müssen so schnell wie möglich gedeckt werden. Auch hier gilt wieder: probieren geht über studieren. Ein Survival Wochenende zur Übung wird dir zeigen, dass das Essen nicht die erste Wahl sein sollte.

 

Fehler #10: Baue dir eine Festung auf

Ohne Vorwissen in der Natur überleben

Viele Menschen verbinden Prepping damit, sich einen riesigen Unterschlupf aufzubauen mit Waffen, Fallen, Lagern und sogar eigenen Feldern. Die Überlegung ist schön, bringt aber wahre Nachteile mit sich:

  • Du bist immobil
  • Du verlierst den Überlick
  • Du erregst Aufsehen
  • Du brauchst mehrere Menschen, um alles am Laufen zu halten
  • Du schaffst dir unnötig viel Arbeit
  • Du legst alle deine Eier in einen Korb

Lass uns über den letzten Punkt etwas genau sprechen. Was wenn ein Sturm deine „Festung“ zerstört. Deine gesamte Vorbereitung ist von Heute auf Morgen weg.

Was dir keiner nehmen kann, ist dein Wissen (Du merkst, die Fehler arbeiten alle zusammen). Ein wahrer Krisen-Held hat das Prepping durchschaut: Es ist vergleichbar mit einem Leben eines Normaden: man reißt umher, nimmt was man bekommt und kann aufgrund seiner Fähigkeiten und seines Wissens alle natürlichen Ressourcen perfekt einsetzen.

So wichtig ein Unterschlupf auch ist, er kann nicht deine langfristige Lösung sein.

Wenn du weißt, wie man richtig einen Unterschlupf baut, wirst du keine Probleme in der Wildnis haben. Der Fakt, dass du dadurch die Nachteile von oben ausmerzt und trotzdem sehr gut leben kannst, wird dich zum wahren Überlebensexperten machen.

 

Fehler #11: In Panik geraten

Erfolgreich in einer Krise

Dieser Fehler ist schwerer vermieden, als man denkt. Vor allem, wenn man sich in einer schwereren Krise wiederfindet.

Angst und Panik sind eigentlich Gefühle, die uns schützen sollten. Dennoch sind in einer Krise die einzigen Dinge, die uns schützen und weiterbringen Rationalität und Ruhe.

Es bringt nichts unnötig Ressourcen zu verbrauchen. Du musst langfristig und genau planen und nichts überstürzen. Wer diesen Fehler vermeiden kann, wird sich wesentlich leichter dabei tun, Fehler  1-10 zu vermindern oder sogar komplett abzustellen.

 

Es gibt noch unzählige weitere Fehler, die man vermeiden kann. Diese Fehler solltest du dir allerdings zuerst ansehen, da sie bereits über einen Großteil deines Erfolges entscheiden werden.

 

Was denkst du über diese Fehler? Welches sind deiner Meinung nach die Top drei Sünden, die ein Prepper niemals begehen solltest? Teile deine Meinung mit unserer Community hier unten in den Kommentaren. 

 

Eine Antwort auf „Vermeide diese 11 Totsünden des Survivals“

  1. Genau die Grundsätze…Schon gelernt beim Großvater,Vater und bei der Armee…nun kann man sehr viel mehr weitergeben. … Allein ist man fast unschlagbar. …

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